Dienstag, 22. März 2011

Forsa - Fasten


Laut einer Forsa-Studie vom März 2011 sind die Bayern bundesweit Spitzenreiter im Fasten: 44 % haben schon öfter für einen längeren Zeitraum auf etwas verzichtet und unter den Bayern finden es sogar 64 % sinnvoll, gezielt für mehrere Wochen auf ein bestimmtes Genussmittel oder Konsumgut zu verzichten. Allerdings: Die Sinnfrage wird hier ausschließlich aus gesundheitlicher Sicht gestellt. Wie viel religiöse Motivation bei den Fastenwilligen mitspielt, bleibt durch die Studie unbeantwortet. Doch vielleicht muss Fasten gar nicht immer bewusst religiös motiviert sein, um eine positive Wirkung zu zeigen. Jeder, der schon einmal auf etwas verzichtet hat, wird bestätigen können, dass eine neue Freiheit entsteht, sei es, durch neu gewonnene Zeit (z.B. beim Verzicht auf Computer, Internet oder Fernsehen - die Quote der Medienverzichter ist übrigens seit dem letzten Jahr deutlich angestiegen), sei es durch einen klaren Kopf und ein besseres Körpergefühl (z.B. beim Verzicht auf Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen oder durch eine gesündere Ernährung im Gesamten). Und eben durch diese neue Freiheit kann ein neues Lebensgefühl entstehen, das zu einer qualitativ besseren Zeitnutzung anregt, das offen macht für sich selbst, die Mitmenschen und letztendlich immer auch für Gott.

Kommentare:

  1. Womit hängt das eigentlich zusammen, dass gerade die Bayern so gerne fasten? Mit den saftigen Hügeln des Landes, die angeblich so sinnlich sind? Mit ihrer Prägung durch den Katholizismus? Oder mit dem guten Essen, das es hier gibt? Hier zeigen sich die Grenzen empirischer Wirklichkeitserfassung bzw. Wirklichkeitskonstruktion...

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  2. Auf den Punkt:

    Gestern beim Mittagessen am Nebentisch:

    „...also, wenn man jetzt jeden Tag an Schweinsbratn isst, dann ist des einfach ned gsund...“
    - „hm...do hast scho recht...“
    - „jo, fraale! deshalb hob i ma dacht, i ess etzat in da Fastnzeit einfach nur no am Sonntag an Schweinsbratn, da is a glei da genuss vui greßana!“

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